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Kunsttherapie - Vortrag

 

Dies sind Auszüge aus einem Vortrag (im Vortrag mit vielen Bildbeispielen) auf dem

Symposium SPRACHE UND PSYCHOTHERAPIE in Warstein  (LWL-Klinik)

Referentin: Katina Kalpakidou, Begleitetes und Lösungsorientiertes Malen LOM® in Münster NRW

Bildsprache versus Bildwirkung - Hirngerechte Bildarbeit in der Kunsttherapie

Das Begleitete Malen (nach Dr. phil. Bettina Egger) und das Lösungsorientiertes Malen LOM® (nach Bettina Egger und lic. phil. Jörg Merz) sind eigenständige kunsttherapeutische Methoden, die ohne Interpretationen direkt am Bild arbeiten.

Das Gehirn ist ein bildgebendes Organ. (G. Hüther)

So haben Sie z.B. alle sicher Bilder zum Thema Kunsttherapie im Kopf.

Meine Erfahrungen aus dem ersten Kunsttherapie-Studium:

Meist wurden die Gestaltenden während der Schaffensphase ohne Einfluss gelassen. Erst am Ende wurde das fertige Werk oder der vergangene Prozess angeschaut und meist erklärt oder/und interpretiert. Dort wo neue Schritte möglich wären, nämlich im Prozess, sind die Malenden auf sich selbst gestellt und müssen auf ihre aktuellen Lösungsstrategien zurückgreifen.

 

Mich hat die Arbeit nicht überzeugt, denn...

Interpretationen führen in der Regel zur Bestätigung und Festigung der aktuellen Hirnstruktur.

Interpretationen sind Vermutungen und Ideen, und werden mit dem bereits Erlebten und Gewussten abgeglichen. Neues kann so nicht aufgenommen werden.

 

Voraussetzung für Veränderung ist eine neue Erfahrung mit emotionaler Beteiligung. 

Keine Interpretation nach dem Malen kann eine neue Erfahrung ersetzen.

Es braucht eine Herangehensweise an das Malen und an Bilder, die an der aktuellen Hirnstruktur ansetzt und von da ausgehend neue Erfahrungen möglich macht.

Bilder können aufgrund der Wirkung eingeschätzt werden und nicht aufgrund von Konzepten.

Sie können die Wirkung der folgenden beiden Bilder auf sich ausprobieren, indem Sie erst das rechte und dann das linke Bild zuhalten.

WARUM ist also nie die Frage, die sich hier stellt.

Zentraler Punkt ist die Erweiterung der Wahrnehmung durch das Richten der Aufmerksamkeit auf das Geschehen im Bild.

 

Erst wenn ein Bild über die Darstellung hinausgeht und veränderbar/offen bleibt, kann sich ein sinnvolles hilfreiches neues Bild entwickeln. (Bettina Egger)

(Bilder müssen trotzdem nicht konkret sein, da auch atmosphärisch/energetisch geklärt werden kann, WAS WIE UND WO ist - wir erkennen es an der Resonanz)

Der Fokus wird also weg vom ICH hin zum BILD geführt.

Identifikationen mit Bildteilen hindern beim Malen und machen unfrei, da wir alles aussieben würden, das nach unserer Meinung nicht zu uns passt. Neues erscheint im ersten Moment allerdings selten passend.

Deshalb brauchen wir Begleitung im Prozess.

Auf  Bildebene entsteht ein Prozess, der sich am Ende im günstigen Fall analog im Leben auswirkt.

 

 

Das geht weit über den Sprach-/Denkprozess hinaus. Das Hirn speichert in Bildern, weil so viel mehr (auch unsagbare, z.B. atmosphärisch gebundene) Informationen gehalten werden können.

Die Malenden haben während des Malens optimalerweise keine Meinung, keine Idee zum Bild, denn nur so können Bilder entstehen, die offen sind und jenseits des Denkens verfolgt werden können und Neues bringen.

Bilder und Gehirn:

  • Das Hirn ist ein bildgebendes Organ (G. Hüther)

  • Bilder bestimmen unsere Wirklichkeit (wir glauben, dass es so ist, wie wir es innerlich sehen/gesehen haben) Unsere Gedanken und Gefühle werden von unseren inneren Bildern bestimmt.

  • veränderte Bilder müssen eine Auswirkung auf die Wahrnehmung der Wirklichkeit haben (es stehen neue Muster und Strukturen/Bilder zur Verfügung)

  • Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen realen Bildern und Vorstellungen. Deshalb können auf Bildebene neue Erfahrungen gemacht werden, die einem echten Erlebnis ausreichend nahe kommen.

  • Es reicht nicht, sich etwas anderes vorzustellen, sondern eine Handlung und sichtbare Veränderung im Bild ist nötig, wenn ein Bild im Hirn verankert ist. Bilder verankern um so mehr, je größer die emotionale Beteiligung ist

Auf Resonanzebene bekommt das Hirn über die Veränderung am Bild eine neue Struktur geboten. Das alte Bild wird durch ein neues ersetzt/ergänzt

Ich würde den Unterschied zwischen Bildsprache und Bildwirkung folgendermaßen kurz zusammenfassen:

Bildsprache – eine Form der Kommunikation, dient der Darstellung, Ordnung und Vermittlung von Inhalten mit Hilfe von Illustrationen oder Symbolen, Denkprozess

Bildwirkung – die direkte Resonanz von Bildern auf uns jenseits des Denkens, die Art, wie Bilder direkt Einfluss nehmen auf die Verschaltungen im Hirn und dadurch    

- Handlung leiten

- Reaktionen steuern

- Aufmerksamkeit lenken

- Orientierung bieten.

Das Hirn könnte sich jederzeit ändern.  Problematisch ist die Einbettung in größere Muster – alte Vorstellungen, Überzeugungen, Traditionen, Haltungen, Leitbilder. (siehe vor allem G. Hüther)

All diese Erfahrungen und Erkenntnisse sind nun gebündelt anwendbar zur gezielten Bearbeitung von Anliegen und traumatischen Erlebnissen mit der Methode des Lösungsorientierten Malens LOM®.

Mit zunehmender Kenntnis der heilenden Aspekte von Bildern, hat Bettina Egger in Zusammenarbeit mit Jörg Merz mit dem LOM® eine Methode gefunden, die es ermöglicht, Anliegen gezielt über das Erstellen von Bildern anzugehen und zu klären. Hinderliche Verschaltungen im Gehirn und belastende Erinnerungsbilder werden nach bestimmten Kriterien malend bearbeitet, versorgt, in Ordnung gebracht und durch neue Erfahrungen während des Malens ersetzt und ergänzt.

So ist es möglich, dass Symptome wie z.B. Panikattacken mit dem Malen einer einfachen Metapher im günstigsten Fall nach einem Bild verschwinden, sich dann anhängende Themen zeigen und mit weiteren Bildern bearbeitet werden können.

Hier finden Sie weitere Informationen über das

Lösungsorientierte Malen LOM® und die LOM®-Traumabearbeitung:

www.lom-therapie.de

www.lom-malen.ch

  

Ausgewählte grundlegende Literatur:

Hüther, Gerald: Die Macht der inneren Bilder

Hüther, Gerald: Biologie der Angst                                

Spitzer, Manfred: Gehirnforschung und die Frage: was sollen wir tun?

Huber, Michaela: Trauma und die Folgen

Staemmler Frank-M./Bock Werner: Ganzheitliche Veränderung in der Gastalttherapie  

Paul Watzlawick, J. H. Weakland, R. Fish: Lösungen

Egger, Bettina: Träume malen und verstehen  

Egger, Bettina: Der gemalte Schrei

Egger, Bettina Hrg.: Ereignis Kunsttherapie  

Egger, Bettina: Bilder verstehen

Manuel Schoch: Frei sein

etc.

 

 

 

Internetadressen mit näheren Informationen:

www.mihk.de

www.lom-therapie.de

www.lom-malen.ch

 

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